Begleit-Rechner zum Buch · Kapitel 4 und 5

Topf-Rechner.

Ein Eingang, vier Fächer. Der Rechner verteilt deinen echten Umsatz nach den Quoten aus dem Zahlenschmiede-System und zeigt dir, was als dein Gehalt übrig bleibt.

Läuft komplett in deinem Browser. Keine Anmeldung, kein Tracking, nichts verlässt deinen Rechner.

Deine Zahlen

Beispiele aus dem Buch
€ / Jahr
% vom Umsatz

Geld, das nur durch dein Geschäft hindurchläuft. Es gehört dem Lieferanten, nicht dir.

Freiberuflich oder Gewerbe?
Umsatzsteuer
€ / Monat

Was wirklich vom Konto geht, damit dein Leben läuft: Miete, Krankenversicherung, Essen, Strom, Mobilität. Damit prüft der Rechner deine Gehaltszahl von unten.

Die Verteilung

Eingang · echter Umsatz

55.500 €

Klasse: bis etwa 70.000 €

60.000 € Netto-Umsatz minus 4.500 € Fremdkosten, das sind 4.625 € im Monat.

Finanzamt 18 % 9.990 € 832,50 € im Monat
Betrieb 12 % 6.660 € 555 € im Monat
Puffer 5 % 2.775 € 231,25 € im Monat
Dein Gehalt 36.075 € 3.006,25 € im Monat Rest: 65 %

Umsatzsteuer: ihr eigenes Fach

Die Umsatzsteuer ist nie dein Geld. Sie kommt mit der Brutto-Zahlung herein, läuft sofort in ihr eigenes Fach und taucht in der Verteilung oben nicht mehr auf.

Brutto-Eingang bei 19 % 71.400 €
davon ins USt-Fach 11.400 €

Konservative Faustwerte aus dem Buch, gerechnet gegen den Einkommensteuertarif 2026 für Solo-Selbstständige mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Das ersetzt keine Steuerberatung. Den exakten Satz für deinen Fall prüft dein Steuerberater.

Wie der Rechner rechnet

Die komplette Herleitung steht im Buch, Kapitel 4 und 5. Hier die Kurzfassung.

Die Bezugsgröße: echter Umsatz nach Fremdkosten

Alle Quoten beziehen sich auf deinen echten Umsatz: Netto-Umsatz minus Material, minus Subunternehmer, minus durchlaufende Posten. Dieses Geld siehst du auf dem Konto, aber es ist nie deins gewesen.

Die Faustregel für die Grenze: Sobald grob 20 Prozent deines Umsatzes für Material und Fremdleistungen draufgehen, rechnest du zwingend auf den Umsatz nach Fremdkosten. Wer mit dem vollen Umsatz rechnet, legt für Steuer, Betrieb und Puffer zu viel zurück und wundert sich, warum vom Gehalt nichts übrig bleibt.

Die Quoten-Tabelle aus Kapitel 4
Echter Umsatz im JahrFinanzamtBetriebPufferDein Gehalt (Rest)
bis etwa 70.000 €18 %12 %5 %rund 65 %
etwa 70.000 bis 120.000 €24 %12 %8 %rund 56 %
über 120.000 €30 %12 %10 %rund 48 %

Die Steuer-Quote steigt mit dem Umsatz, weil die Einkommensteuer progressiv ist. Arbeitest du fast ohne Betriebskosten, sodass dein Gewinn nahe am Umsatz liegt, legt der Rechner in den beiden oberen Klassen nach: 27 statt 24 Prozent und 32 statt 30 Prozent.

Übernimm keine Prozentsätze aus dem amerikanischen Original oder aus einem GmbH-Beispiel. Die passen nicht auf einen Selbstständigen mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

Dein Gehalt ist die Restgröße

Das Gehalt wird nicht als eigene Quote gesetzt. Es ist, was nach Finanzamt, Betrieb und Puffer übrig bleibt: 100 minus die drei Quoten. Das ist die Sicht von oben, also was dein Geschäft trägt.

Die zweite Sicht kommt von unten: dein realer privater Mindestbedarf. Deine Gehaltszahl liegt dort, wo beide zusammenpassen. Die niedrigere der beiden gewinnt, nicht der Durchschnitt. Liegt die Von-oben-Zahl unter deinem Mindestbedarf, ist das kein Gehaltsproblem, sondern ein Preisproblem.

Wo die Umsatzsteuer bleibt

Auf deinem Konto landet die Brutto-Zahlung. Die darin enthaltene Umsatzsteuer geht sofort in ihr eigenes Fach, bevor irgendetwas verteilt wird. Verteilt wird nur das Netto. Deshalb taucht die Umsatzsteuer in der Quoten-Tabelle nicht auf.

Wenn es gerade klemmt

Wenn die vollen Quoten gerade nicht drin sind: Starte mit Mini-Quoten, 1 Prozent ins Finanzamt-Fach und 2 Prozent in den Topf Dein Gehalt. Nicht weil das reicht, sondern damit die Mechanik läuft. Erhöhen kannst du, sobald Luft da ist. Auch das steht im Buch, Kapitel 6.