Rechner zum Buch · Kapitel 9

Schwankungs-Simulator.

Dein Betrieb atmet: fetter März, magerer Juli. Wer jeden Monat nimmt, was gerade auf dem Konto liegt, holt diese Unruhe nach Hause. Das Zahlenschmiede-System zahlt stattdessen einen festen Betrag aus dem Topf Dein Gehalt, und der Puffer fängt die schwachen Monate. Hier siehst du beide Wege nebeneinander, mit deinen Zahlen.

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Deine Zahlen

Vorbefüllt mit dem Handwerker-Beispiel aus dem Buch: 70.000 € echter Jahresumsatz, fetter März mit 9.000 €, magerer Juli mit 2.000 €. Ersetz die Werte durch deine eigenen Monate.

Monatseingänge

Echter Umsatz nach Fremdkosten je Monat, netto ohne Umsatzsteuer. Also das, was nach Material, Subunternehmern und durchlaufenden Posten übrig bleibt.

Quoten

Voreingestellt sind die Quoten der mittleren Umsatzklasse (70.000 bis 120.000 € echter Umsatz im Jahr): 24 % Finanzamt, 12 % Betrieb, 8 % Puffer. Dein Gehalt ist die echte Restgröße.

Dein Gehalt (Rest)
bleibt übrig 56 %
Auszahlbetrag je Monat

Der Betrag kommt nicht aus dem Kontostand von heute, sondern aus dem Durchschnitt mehrerer Monate. Vorschlag: Monatsschnitt deiner Gehalts-Zuflüsse, auf 10 € gerundet.

Startbestände (optional)

Das Ergebnis

Links die Achterbahn: du nimmst jeden Monat, was in den Gehalts-Topf läuft. Rechts das System: konstante Auszahlung, der Topf und der Puffer tragen die Differenz.

Der Betrieb atmet. Dein Gehalt nicht.

Dein Monatsgehalt im Vergleich

Nehmen, was da ist Geglättete Auszahlung

Was am Monatsende in den Töpfen steht

Topf Dein Gehalt Puffer
Alle Beträge in Euro. Die Spalte „Dein Gehalt +" ist zugleich das Gehalt der Achterbahn-Variante: nehmen, was reinkommt.
Monat Eingang Finanzamt Betrieb Puffer + Dein Gehalt + Auszahlung aus Puffer Topf-Stand Puffer-Stand

Was du beim Lesen der Zahlen wissen musst

Die Töpfe heißen im Zahlenschmiede-System: Eingang, Finanzamt, Dein Gehalt, Betrieb, Puffer. Der Simulator verteilt jeden Monatseingang auf die letzten vier.

Woher kommt der Auszahlbetrag?

Aus dem Durchschnitt mehrerer Monate, nicht aus dem Kontostand von heute. Was im fetten Monat über diesen Schnitt hinausläuft, bleibt im Topf Dein Gehalt stehen. Es ist nicht weg. Es wartet auf den mageren Monat.

Prüf den Schnitt alle paar Monate. Fällt er dauerhaft, senk den Auszahlbetrag im fetten Monat, bevor die Flaute es dir abnimmt.

Anzahlungen und Vorkasse sind kein freier Umsatz

Eine Anzahlung landet auf deinem Konto und sieht aus wie jedes andere Geld. Sie ist es nicht. Sie ist ein durchlaufender Posten: Geld für Material, Fremdleistung und Arbeit, die du noch erbringen musst.

Lass Anzahlungen erst nach Abzug der gebundenen Fremd- und Leistungskosten durch die Töpfe laufen. Sonst zahlst du dir im März ein Gehalt aus Geld, das im Juli als Materialrechnung wieder auf dem Tisch liegt.

Großaufträge: nie die Bruttosumme verteilen

Vor der Verteilung immer den echten Umsatz nach Fremdkosten ansetzen. Bei einem 40.000-€-Auftrag mit 25.000 € Material und Subunternehmern laufen nur 15.000 € durch die Töpfe.

Welche Quoten passen zu mir?

Die Faustwerte aus dem Buch, bezogen auf den echten Umsatz nach Fremdkosten im Jahr:

Echter Umsatz im JahrFinanzamtBetriebPufferDein Gehalt (Rest)
bis etwa 70.000 €18 %12 %5 %rund 65 %
etwa 70.000 bis 120.000 €24 %12 %8 %rund 56 %
über 120.000 €30 %12 %10 %rund 48 %

Arbeitest du fast ohne Betriebskosten, heb das Finanzamt-Fach an: 27 statt 24 % in der mittleren Klasse, 32 statt 30 % in der oberen. Die unterste Klasse bleibt bei 18 %.

Konservative Faustwerte aus dem Buch, gerechnet in deinem Browser. Das ersetzt keine Steuerberatung. Deinen exakten Steuersatz bekommst du vom Steuerberater.

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